Synthetische Vitamine bergen gesundheitliche Risiken

 

In den letzten Jahrzehnten haben wir zunehmende wissenschaftliche Evidenz erlangt, dass die Einnahme synthetischer Vitamine ernsthafte Gesundheitsrisiken birgt.

Die erste große Studie, die potentielle Risiken synthetischer Vitamine nachwies, stammt aus dem Jahr 1994 (The Alpha Tocopherol, Beta-Carotene Cancer Prevention Group). Die Placebo-kontrollierte Studie, in die 30.000 Raucher eingeschlossen wurden, wies nach, dass eine Supplementierung mit synthetischem Betacarotin das Risiko für Lungenkrebs signifikant erhöht. Zwei Jahre später zeigte eine weitere Placebo-kontrollierte Studie mit 18.000 Rauchern weitere niederschmetternde Ergebnisse (Omenn et al. 1996). Nicht nur das Risiko für Lungenkrebs, sondern auch das Risiko für Herzkreislauferkrankungen war durch die Gabe von synthetischem Betacarotin und Vitamin A erhöht worden. Törnwall et al. (2004) bestätigten diese Ergebnisse in einer weiteren Placebo-kontrollierten Studie, an der fast 30.000 Raucher teilnahmen: wieder hatte die Einnahme von synthetischem Betacarotin die Herzinfarktrate signifikant erhöht.

Die Wirkung synthetischer Vitamine auf das Risiko des Prostatakarzinoms wurde von Klien et al. (2011) nachgewiesen. In einer Placebo-kontrollierten Studie, die 35.000 gesunde Männer einschloss, wurde nachgewiesen, dass synthetisches Vitamin E das Risiko für Prostatakarzinome nicht etwa verringert sondern vielmehr erhöht.

Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2008 (Bjelakovic et al.) zeigte, dass synthetisches Vitamin C die Sterblichkeitsrate nicht verringert. In der gleichen Untersuchung wurde bestätigt, dass die synthetischen Vitamine A, Betacarotin und E ernsthafte gesundheitliche Risiken bergen. 

Im Jahr 2008 wiesen Gomez-Cabrera et al. in einer randomisierten kontrollierten Studie an Sportlern nach, dass die Einnahme von synthetischer Ascorbinsäure die Muskulatur schädigt. Sie beeinträchtigt die Funktion der Mitochondrien, wodurch die Muskelausdauer sinkt und gleichezitig die Körpereigenen antioxidativen Enzyme Superoxiddismutase (SOD) und Glutathion Peroxid inhibiert werden. Während das natürliche Vitamin C antioxidativ wirkt, hat die synthetischer Ascobinsäure also die genau entgegengesetzte Wirkung – sie erhöht den oxidativen Stress.

Park et al. (2010) untersuchten den potentielle Gesundheitsbenefit synthetischer Vitamine in einer multiethnischen Kohortenstudie an 182.000 Probanden, die 11 Jahre lang nachverfolgt wurden. Die Einnahme synthetischer Vitamine hatte weder die Gesamtsterblichkeit, noch das Risiko für Krebs oder Herzkreislauferkrankungen gesenkt.

Eine ähnliche Untersuchung (Mursu et al. 2011) in die 39.000 ältere Frauen eingeschlossen waren, wies nach, dass die Sterblichkeit der Frauen nach Einnahme synthetischer Vitaminpräparate, wie Vitamin B6, Vitamin C, Folsäure im Zusammenspiel mit Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer erhöht war.

In einem wissenschaftlichen Kommentar, der 2011 im Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurde, deuten Bjelakovic und Gluud die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse dahingehend, dass die Supplementation mit synthetischen Vitaminen organische Vitamine nicht ersetzen kann und sie empfehlen auf Vitamine und Mineralien aus natürlichen Quellen zurückzugreifen.

 

 

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